Ortsverein Reichelsheim / Odenwald
Fraktion im Gemeindeparlament
 
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Bundestagswahl 24.09.2017

Nächste Fraktionssitzung

Mittwoch, 13. Juni 2018
um 19:30 Uhr
Ort: Sitzungssaal Reichenberghalle
 

Nächste Gemeindevertretersitzung

Mittwoch, 20. Juni 2018
um 20:00 Uhr
Reichenberghalle
  Vorgesehene
Ausschuss-Sitzungen


 

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Hier geht es zur Seite:

Anfragen und Anträge der SPD-Fraktion

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Am 06. März 2016 wurde das neue Gemeindeparlament gewählt. Am 20. April 2016 fand die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung statt. Den SPD-Ortsverein vertreten danach folgende Personen:

Im Gemeindevorstand:

Christa Frank
Gumpener Str.19
06164-6429730

 Renate Turba
Beerfurther Str. 8
06164-2762
 Heinz Gläser
Alter Weg 37
06164-3396

SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung:

(Reihenfolge nach der Sitzordnung, Funktionen und Mitglied in welchem Ausschuss)

Kirsten Krämer

Birkenhag 4

06164-54417

Fraktionsvorsitzende

ULF + Bau

Helmut Block

Schillerstr. 9

06164-5735

stellv.Fraktionsvors.

Vors.  SoSpuK

Siegfried Freihaut

Laudenauer Str. 47a

06164-501217

stellv.Fraktionsvors.

Bau + ULF

Christiane Weimar

Eberbacher Weg 40

06164-4422

HuFA

Gerd Baschta

Alter Weg 26

06164-

 

Peter Vogel

Am Borngraben 9

06164-1241

HuFA

Petra Mallig

GSudetenstr. 47

06164-55245

ULF

Cornelia Müller

Hardtweg 24

06164-

Ausschuss

Gerd Lode

Hel.-Göttmann 11

06164-2669

Thomas Pfeifer

Bismarckstr. 30

01703891383

SoSpuK + Bau

Klaus Schäfer

Finkenweg 2

06164-4989

HuFa

Joshua Seger

Beerfurther Str. 59

015774623208

SoSpuK

Marco Lautenschläger

In der Aue 22

06164-3076

HuFa

       Erklärung Ausschüsse:

 

       HuFa  =  Haupt- und Finanzausschuss

       Bau    =  Bauausschuss

       ULF    =  Ausschuss Umwelt, Landwirtschaft und Forsten

       SoSpuK  =  Ausschuss für Soziales, Sport- und

                       Kultur

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CDU-RWG verzichtet auf 400.000€ Einnahmen für die Kommune und nimmt eine enorme Belastung der Bürgerinnen und Bürger in Ober- und Unter-Ostern in Kauf!

Worum geht es? 

Auf dem Kahlberg in Weschnitz/Grasellenbach werden aktuell Windkraftanlagen gebaut. Der erzeugte Strom muss über 3 Kabel mit je 10cm Durchmesser ins Netz eingespeist werden. Das nächste Umspannwerk steht in Reichelsheim. Der Windkraft-Investor EnBW bietet der Kommune 20.000€ pro Jahr (auf 20 Jahre) Pacht für die Verlegung der Kabel an. Plus Instandhaltung der Feldwege, an denen die Trasse Verkehr werden soll. 

Was ist nun passiert? 

Die CDU-RWG hat gegen die Stimmen der SPD beschlossen, dass die Kabeltrasse nicht über Reichelsheimer Gemarkung verlaufen soll. 

Die Mehrheitsfraktion will damit auch die Verlegung entlang der Straße von Erzbach aus verhindern, was sie aber gar nicht kann - denn diese Entscheidung liegt nicht in Hand der Kommune, da die Strecke entlang der Bundes- und Landstraßen verläuft. Auch ist durch das privilegierte Bauvorhaben eine Enteignung hinsichtlich der Strecke über Feldwege möglich. 

Fazit:

- Keine Windkraft verhindert ❌

- Dringend benötigtes Geld verbrannt ❌

- Bürgerinnen und Bürger in Erzbach und Unter-Ostern belastet ❌

- Immense Kosten verursacht ❌

Man muss den Windpark sicher nicht mögen. Man muss ihn auch nicht befürworten. 

Verantwortungsvolles Handeln zum Wohle der Kommune sieht jedoch anders aus! 

Hier die Stellungnahme underes stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Siegfried Freihaut, Energieexperte: 

„Die geplante Kabeltrasse erstreckt sich über eine Länge von insgesamt ca. acht Kilometer vom Parkplatz an der B460 bis zur Übergabestation am Umspannwerk in Reichelsheim. Die Trasse verläuft überwiegend entlang bestehender (Forst-)Wegen, um Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten.

Die Breite des Grabens zur Verlegung der Kabel liegt bei rund 60 cm. Die Leitungsüberdeckung liegt auf den vorhandenen Forstwegen wenn möglich bei ca. 80 cm bis ca. 1,2 m. Es ist vorgesehen, das Kabel mittels Pflugverfahren zu verlegen.

Der Investor EnBW hat die Trasse mit dem Bauamt der Gemeinde Reichelsheim sowie dem Ingenieurbüro und Vertretern von Forst und Regierungspräsidium vor Ort begangen. Hierbei wurde die komplette Trasse abgegangen und der Kabelverlauf so angepasst, dass die Auswirkungen minimal auf Natur und Umwelt ausfallen.

Für die Verlegung des Kabels werden keine Fällungen von Bäumen notwendig.

Die betroffenen Flächen werden nach Beendigung der Arbeiten wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Der Aushub wird, soweit er verdichtbar ist, wieder zur Rückfüllung verwendet. Das nicht verdichtbare Erdreich wird abgefahren und durch Ersatzfüllgut (Schotter) in notwendigen Bereichen ersetzt.

Der erste Termin mit Vertretern der Gemeinde sowie des Bauamtes hat bereits im September 2016 (!) stattgefunden. Im Anschluss wurde die Trasse mehrmals mit Vertretern der Gemeinde sowie dem Ingenieurbüro und Vertretern von Forst und Regierungspräsidium vor Ort begangen und optimiert.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass jede Art von Infrastrukturmaßnahmen auswirkunken auf Natur und Umwelt haben. So wurde z.B. beim Ausbau des Breitbandes (schnelles Internet) ein genauso breiter und tiefer Graben durch den „wertvollen Naturwald“ nach Laudenau entlang des Waldweges eingepflügt, die Auswirkungen auf Natur und Umwelt sind genauso groß, wurden jedoch ohne Wiederspruch akzeptiert. Bei der vor Jahren verlegten Erdgasleitung nach Reichelsheim (auch durch Wald und Flur)  waren die Leitungsdimensionen wesentlich größer und dies Auswirkungen auf Natur und Umwelt  erheblicher, auch hierzu gab es keinen Protest.

Für den notwendigen Netzanschluss des Windparks Kahlberg  geht es um 3 Kabel mit einem Durchmesser von jeweils ca.10 cm. Fast vor jeder Haustür liegen solche Stromkabel unter der Straße. Es geht um eine regionale Energieerzeugung auf Basis von erneuerbaren Energieträgern. Aus meiner Sicht eine sinnvolle Maßnahme.

Die alternative zu einer regionalen Energieerzeugung ist eine zentrale Erzeugung, mit dann wirklich großen Stromtrassen (Hochspannungsmasten), das will jedoch auch niemand. Aber alle wollen wir Energie!

Durch den jetzigen Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung Reichelsheim durch die CDU-RWG verzichtet die Gemeinde auf Einnahmen in Höhe von 400.000 EUR über eine Laufzeit von 20 Jahren. Geld das sinnvoll in die Zukunftsfähigkeit z.B. in Bereiche  Energieeinsparung bei kommunalen Gebäuden, Ausstattung von Kindergärten, E-Mobilität, Freibad,….investiert werden könnte.

Neben diesen massiven finanziellen Verzicht  wird in Kauf genommen, dass die Kabeltrasse entlang der Landestraße gelegt wird und die Anwohner in Erzbach und Unter Ostern durch die notwendigen Straßenbauarbeiten extrem belastet werden.“

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Antwort des Regierungspräsidiums zu Windkraftanlagen in Reichelsheim

 

Faktencheck zur Windkraftdiskussion:

Wie Ihr sicher mitbekommen habt, ist eine neue Diskussion zur Windkraft im Odenwald und auch in Reichelsheim entbrannt. Es wurden Flyer ohne Nennung eines Urhebers verteilt und inzwischen sind auch an verschiedenen Orten Banner zu finden. Beides zeichnet Horrorszenarien auf, die bei den Bürgerinnen und Bürgern viele Fragen aufwerfen.

Aufgrund der Panikmache sind viele Menschen am vergangenen Dienstag zur Sitzung der Gemeindevertretung erschienen - ihre Fragen konnten da aber nicht beantwortet werden. Deshalb haben wir eine Bürgerversammlung zum Thema Windkraft beantragt, die nun auch zeitnah umgesetzt werden soll.

Bis dahin möchten wir als SPD-Fraktion dazu beitragen, das Ganze sachlich und fachlich zu betrachten und möchten heute einige Behauptungen auf den Prüfstand stellen.

Behauptung: "300-400 Windriesen im gesamten Odenwald!"

Richtig ist

diese Summe beruht auf einer Berechnung, die einfach die Gesamt-Vorrangflächen für Windkraft aus der 2. Offenlegung des Regionalplans nimmt und diese durch einen theoretischen Wert (10 ha) geteilt.

Das ist kein bisschen fachlich fundiert, sondern ein Wert, um Ängste zu schüren! Unser Energieexperte der Fraktion, Siegfried Freihaut hat eine realistische Berechnung angestellt und kommt auf maximal 126 Anlagen im gesamten Odenwald, davon maximal 72 im Odenwaldkreis. Diese Berechung berücksichtigt, dass moderne Windkraftanlagen viel effizienter sind, durch den Rotordurchmesser mehr Raum einnehmen und man deshalb eine größere Fläche pro Windkraftanlage benötigt und somit auch weniger Anlagen auf eine Fläche passen. Dazu kommt, dass manche Flächen völlig ungeeignet sind, weil durch die Belange der Flugsicherung nicht so hoch gebaut werden kann, um rentabel zu sein oder die Topografie das (wirtschaftlich) gar nicht zulässt. Bestes Beispiel dafür ist der Stotz. 

Die Details dazu findet Ihr und der von Siegfried Freihaut erstellten Anlage.

Stellungnahme sachlicher Teilplan

Behauptung: "Auf dem Morsberg werden 24 Anlagen mit einer Höhe von 250m gebaut!"

Richtig ist

A.     Es gibt dafür gar keinen Antrag. Die SPD Reichelsheim setzt sich seit 2003 (!) für 3-4 Windkraftanlagen am Morsberg auf Gemeindegebiet ein, diese Fläche darf jedoch auf Grund eines bestehenden Urteils des Verwaltungsgerichts nicht mit Windenergieanlagen bebaut werden.

B.     Die derzeit weltweit höchste existierende Windenergieanlage des Herstellers Nordex ist knapp 230m hoch, siehe: http://www.nordex-online.com/index.php?id=53&L=0&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2772&tx_ttnews%5BbackPid%5D=45&cHash=1042b465fd

C.     24 Anlagen passen gar nicht auf die Fläche, sondern maximal 9 und es ist fraglich, ob diese überhaupt gebaut werden könnten. Siehe auch Ausarbeitung von Siegfried Freihaut.

Behauptung: "Im Odenwald sind bereits 65 Anlagen im Betrieb!"

Richtig ist

Im Odenwaldkreis sind genau 14 Anlagen in Betrieb. Erweitert man den Odenwald auf die Landkreise Darmstadt-Dieburg und die Bergstraße sind es 25. Bereist genehmigt sind 18 (davon 2 im Odenwaldkreis) und 13 sind beantragt (6 im Odenwaldkreis). Beantragt heißt noch langen nicht genehmigt oder gebaut. An der großen Zahl von 22 zurückgezogenen Anträgen (22, davon 16 im Odenwaldkreis) sieht man dies deutlich. Gründe für die Rücknahme können sein, dass die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist, Naturschutzgründe dagegen sprechen oder es auch Widerstände gibt, die die Projektierer nicht übergehen wollen.  

Der Link zur Liste des RPs ist hier:

https://rp-darmstadt.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HMdI_15/RPDA_Internet/med/3d5/3d540829-7999-8f31-f012-f312b417c0cf,22222222-2222-2222-2222-222222222222

Im Anhang findet Ihr aber auch eine Aufstellung von Kirsten Krämer dazu.

WEA Uebersicht Maerz 2017

Behauptung: "Wir sind keine Windkraftgegner und akzeptieren den Flächennutzungsplan des Odenwaldkreises!" 

Richtig ist

Wer den Flyer genau studiert, findet einen Hinweis auf rettet-den-Odenwald.de, die sogenannte Schutzgemeinschaft Odenwald. Gleich beim Aufruf der Seite findet sich: "keine Windindustrie im UNESCO Naturpark Odenwald". Hier steht auch, dass der Atomausstieg befürwortet wird - aber es werden keinerlei Alternativen genannt.

Behauptung: "Die Reichelsheimer SPD will die Verspargelung des Odenwaldes!"

Richtig ist

Die Reichelsheimer SPD setzt sich seit 15 Jahren für die sinnvolle, gebündelte Installation von Windenergie ein und zwar auf dem windreichen Morsberg. Hier gibt es kommunale Flächen, die Pachteinnahmen erzielen können und auch die Möglichkeit eines Bürger-Windrads bieten würden. 

Unser Ziel war ein EIGENER Flächennutzungsplan der Kommune. Das war von der Mehrheit (CDU-RWG und damals noch der FDP) nicht gewünscht. Der gemeinsame Flächennutzungsplan Odenwaldkreis stand von Anfang an unter einem schlechten Stern, da das ausgewählte Büro nachweislich keine Erfahrungen auf dem Gebiet hat und die Gesamtfläche mit 1,6% deutlich unter der Vorgabe von 2% bleibt.

Wir wollen weiterhin Windenergieanlagen an sinnvollen Stellen, sicherlich aber nicht die komplette Bebauung aller sich derzeit in der 2. Offenlegung befindlichen Flächen. Diese werden bis zur finalen Fassung auch nochmals reduziert.

Behauptung: "Der Odenwald muss die ganze Last der Energiewende tragen, weil der Taunus Windkraft abgelehnt hat!"

Richtig ist: 

Landesrecht steht über dem Kommunalrecht. Windkraftanlagen sind derzeit noch privilegierte Bauvorhaben. D.h. jeder Bauantrag, egal wo, wird derzeit von Regierungspräsidium geprüft. Ausnahme: Wo ein rechtsgültiger Flächennutzungsplan vorliegt, darf nur auf den ausgewiesenen Vorrangflächen gebaut werden. 

Behauptung: "Die Reichelsheimer SPD trägt die Resolution der CDU-RWG nicht mit, weil sie überall Anlagen will und von Lobbyisten beeinflusst ist!"

Richtig ist

Die SPD-Fraktion trägt die Resolution der CDU-RWG nicht mit, weil das Regierungspräsidiums nach bestehendem Gesetz handelt, die Resolution deutlich Anti-Windkraft formuliert ist und keine konkrete Planung kritisiert wird, sondern einen allgemeiner Rundumschlag beinhaltet.

Da es noch aktuell keine Regularien für Windenergieanlagen gibt (Regionalplan, ...), kann theoretisch jede Fläche von einem Investor beim RP beantragt werden. Alles weitere ist im Baugesetzbuch im §35 geregelt. Hier werden umfassend sowohl Schutz von Natur, Umwelt und Landschaft als auch die Belange des Antragstellers gegeneinander abgewogen.

Des weiteren hat die CDU-RWG bereits einen fast gleich lautenden, offenem Brief an die Landesregierung adressiert.

Wir sind nicht von Lobbyisten beeinflusst, sondern beschäftigen uns seit 1,5 Jahrzehnten mit dem Thema und haben dazu auch Fachexpertise in der Fraktion. Und ja, wir befürworten grundsätzlich Windkraft als effektivste Methode der regenerativen Energiegewinnung.

Weitere Informationen:

Der verteilte Flyer lässt sich zur CDU-RWG-Fraktion und hier namentlich zu drei Mitgliedern zurückverfolgen.

Eine davon, eine bekannte Windkraftgegnerin, bekam beim Bürgergespräch in Beerfurth eine Plattform von über eine Stunde zur Verbreitung ihrer Meinung geboten. Das war nicht rechtens, denn Bürgergespräche dienen der Information der Bürger seitens der Verwaltung.

Diese drei sind auch die Sammelbesteller für die Anti-Windkraftbanner, die am Dienstag vor der Gemeindevertretersitzung verteilt wurden.

Für weitere Fragen stehen wir Euch sehr gerne zur Verfügung, zögert nicht, uns anzusprechen! 

Diese eMail darf gerne in eigener Verantwortung weitergeleitet werden! 

Für die SPD-Fraktion

Kirsten Krämer und Siegfried Freihaut

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Fraktionsklausur 20./21. Januar 2017
im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Kainsbach

 

Weitere Fotos im Fotoalbum

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Reichelsheim 22.12.2016

Hortgebühren steigen erneut

Von Birgit Reuther

GEMEINDEVERTRETUNG CDU-RWG-Mehrheit muss Erhöhung allein verantworten / SPD sagt Nein zu Vorlage

REICHELSHEIM - Ist es gerechtfertigt oder unsozial und gar fahrlässig, die Gebühren für den Kindergartenbesuch zu erhöhen? Darüber debattierten die Reichelsheimer Gemeindevertreter am Dienstagabend. Der Beschluss für ein Anheben der Gebühren zum neuen Kindergartenjahr 2017/18 wurde allein mit den Stimmen der Mehrheitsfraktion von CDU-RWG angenommen.

Nach zeitweise recht erhitzter Debatte hat die Gemeindevertretung beschlossen, die monatlichen Betreuungsgebühren in den kommunalen Kindergärten zu erhöhen. Gegen diesen Schritt, der der Gemeinde jährlich etwa 18 800 Euro Mehreinnahmen bringen soll, stimmte die SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten hatten den Beschlussvorschlag der CDU-RWG-Mehrheitsfraktion bereits im Sozialausschuss abgelehnt.

Wie die geänderte Gebührensatzung ausweist, müssen ab 1. August 2017 für das Einzelkind einer Familie beziehungsweise einer Alleinerziehenden je nach Alter und Betreuungszeit monatlich zwischen fünf und 23 Euro mehr bezahlt werden. Wird die meist nachgefragte Betreuungszeit von 30 Stunden pro Woche gewählt, steigen die monatlichen Gebühren wie folgt: bei Kindern ab einem Jahr von bisher 200 auf 205 Euro, bei Kindern ab zwei Jahren von 180 auf 185 Euro, ab drei Jahren von 109 auf 120 Euro und für Jungen und Mädchen im letzten Jahr vor der Einschulung von neun auf 20 Euro. (Besuchen mehrere Kinder einer Familie die Einrichtungen, gibt es Geschwisterermäßigung, Anm. der Red.)

Marco Lautenschläger und Joshua Seger (beide SPD) verwiesen auf die bereits im August 2015 erfolgte Anhebung der Reichelsheimer Hortgebühren und werteten das neuerliche Aufstocken als unsozial und nicht familienfreundlich. Mancher Familie stünden damit jährliche Mehrausgaben von rund 300 Euro ins Haus.

Sogar in Darmstadt sei es günstiger, seine Kinder betreuen zu lassen. „Hier setzen wir das falsche Signal. Die Menschen wandern ohnehin schon in die Städte ab; diese Erhöhungen werden insbesondere jene treffen, die sozial benachteiligt sind, für die ein Kindergartenbesuch aber umso wichtiger wäre“, wies Seger etwa auf die Situation in Migrantenfamilien hin. Und Thomas Pfeifer, ebenfalls SPD, bezeichnete es generell als Skandal, „dass Eltern bei uns Betreuungsgebühren zahlen müssen. Es hat doch jeder von uns einen Nutzen, wenn es Kinder gibt“, empörte er sich. Auch Fraktionsvorsitzende Kirsten Krämer zeigte sich enttäuscht, „dass wir bei den Beratungen im Sozialausschuss nicht zusammengekommen sind und unsere Argumente kein Gehör fanden“.

Heinz Kaffenberger, Fraktionschef der CDU-RWG-Mehrheit im Gemeindeparlament, wies einen Großteil dieser Einschätzungen zurück: Bei den Beratungen über die Erhöhungen zum August 2015 sei man sich einig gewesen, zwei Jahre später auch die Gebühren für über Dreijährige anzuheben. Ohnehin stellten die Ausgaben für Kinder den drittgrößten Posten im Gemeindehaushalt dar, „da kann uns keiner vorwerfen, wir nähmen keine Rücksicht auf Familien und Kinder“. Die Erhöhung falle sozial verträglich und moderat aus und folge im Übrigen der Verpflichtung, die Defizite in den kommunalen Gebührenhaushalten nicht übermäßig steigen zu lassen. „Ein Kindergartenplatz kostet pro Jahr im Durchschnitt 12 000 Euro – etwa 7600 Euro davon trägt die Gemeinde. Dieses Geld muss von der Solidargemeinschaft aufgebracht werden“, betonte Kaffenberger.

Elternanteil deckt gerade zwölf Prozent der Kosten

„Wir können unsere Zuschüsse in diesen Bereich nicht weiter wachsen lassen“, stellte auch Bürgermeister Lopinsky (CDU-RWG) klar. So deckten die von den Eltern gezahlten Kindergartengebühren im Schnitt gerade mal etwa zwölf Prozent der Aufwendungen; Dieses Jahr habe die Kommune in dieser Sparte einen Fehlbedarf von 1,41 Millionen Euro verbucht.

 Quelle: Echo online

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Schwimmbadaktion der SPD-Fraktion: das Wetter kann uns nichts anhaben

Kassenraum und Nebenraum sind neu gestrichen, die Gardine ist frisch gewaschen - im Frühjahr näht Petra Mallig neue. Danke!

Die Graffiti müssen noch einweichen und werden dann von unserem Rohrbacher Ortsvorsteher Gerhard Hartmann entfernt und überstrichen.

Wir hatten viel Spaß und es sieht wieder richtig gut aus 
Danke allen Helferinnen und Helfern, insbesondere Gerhard, der uns alle angeleitet hat!

 

Weitere Fotos im Fotoalbum

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Am 06. März 2016 wurde das neue Gemeindeparlament gewählt. Am 20. April 2016 fand die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung statt. Den SPD-Ortsverein vertreten danach folgende Personen:

Im Gemeindevorstand:

Christa Frank
Gumpener Str.19
06164-6429730
 Herbert Lorenz
In der Aue 7
06164-2751
 Heinz Gläser
Alter Weg 37
06164-3396

SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung:

(Reihenfolge nach der Sitzordnung, Funktionen und Mitglied in welchem Ausschuss)

Kirsten Krämer

Birkenhag 4

06164-54417

Fraktionsvorsitzende

ULF + Bau

Helmut Block

Schillerstr. 9

06164-5735

stellv.Fraktionsvors.

Vors.  SoSpuK

Siegfried Freihaut

Laudenauer Str. 47a

06164-501217

stellv.Fraktionsvors.

Bau + ULF

Christiane Weimar

Eberbacher Weg 40

06164-4422

HuFA

Gerd Baschta

Alter Weg 26

06164-

 

Peter Vogel

Am Borngraben 9

06164-1241

HuFA

Petra Mallig

GSudetenstr. 47

06164-55245

ULF

Cornelia Müller

Hardtweg 24

06164-

Ausschuss

Gerd Lode

Hel.-Göttmann 11

06164-2669

Thomas Pfeifer

Bismarckstr. 30

01703891383

SoSpuK + Bau

Klaus Schäfer

Finkenweg 2

06164-4989

HuFa

Joshua Seger

Beerfurther Str. 59

015774623208

SoSpuK

Marco Lautenschläger

In der Aue 22

06164-3076

HuFa

       Erklärung Ausschüsse:

 

       HuFa  =  Haupt- und Finanzausschuss

       Bau    =  Bauausschuss

       ULF    =  Ausschuss Umwelt, Landwirtschaft und Forsten

       SoSpuK  =  Ausschuss für Soziales, Sport- und

                       Kultur

 

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Ältere Berichte der SPD-Fraktion im Archiv

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